Praxis Innere Medizin

MVZ Lüdinghausen

  1. Praxis Innere Medizin
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  3. Gastroenterologie

Chronische Magen- Darm- und Lebererkrankungen

Wir betreuen Patientinnen und Patienten mit: 

  • Chronisch-Entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und M. Crohn) inkl. der Therapie mit Biologika und anderen immunmodulierenden Medikamenten
  • Reizdarmsyndrom
  • Mikroskopischer Kolitis
  • Chronischen Lebererkrankungen (z. B. virale oder autoimmune Entzündungen, Leberzirrhose)

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Das bedeutet, dass es immer wieder zu Entzündungen im Verdauungstrakt kommen kann. Typische Beschwerden sind Bauchschmerzen, Durchfälle, Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder starke Erschöpfung. Während die Colitis ulcerosa den Dickdarm betrifft, kann Morbus Crohn alle Abschnitte des Verdauungstrakts befallen. Wir begleiten Patientinnen und Patienten mit diesen Erkrankungen langfristig, stimmen die Behandlung individuell ab und unterstützen dabei, Beschwerden zu lindern und Schübe möglichst gut zu kontrollieren.

Diagnostik und Verlaufskontrolle:
Bei wiederkehrenden Bauchschmerzen, Durchfällen oder Entzündungszeichen helfen gezielte Untersuchungen bei der Einordnung der Erkrankung. Auch die Kontrolle des Verlaufs ist ein wichtiger Teil der Behandlung.

Moderne medikamentöse Therapie:
Je nach Erkrankung kommen unterschiedliche Medikamente infrage. Dazu zählen auch moderne Therapien wie Biologika und andere immunmodulierende Behandlungen.

Langfristige Begleitung
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen brauchen oft eine enge und verlässliche Betreuung. Wir begleiten Sie bei Fragen, Therapieanpassungen und Kontrollen.

Das Reizdarmsyndrom ist eine häufige Erkrankung des Verdauungssystems. Typisch sind wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl sowie Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel zwischen beidem. Viele Betroffene haben das Gefühl, dass der Darm besonders empfindlich auf Essen, Stress oder bestimmte Alltagssituationen reagiert. Obwohl die Beschwerden oft sehr belastend sind, steckt nicht immer eine gefährliche Erkrankung dahinter. Wichtig ist dennoch eine sorgfältige Abklärung, um andere Ursachen auszuschließen.

Individuelle Beratung: 
Das Reizdarmsyndrom kann sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich zeigen. Manche leiden vor allem unter Blähungen und Druckgefühl, andere eher unter Durchfall oder Verstopfung. Deshalb ist es wichtig, die Beschwerden genau zu besprechen und die Behandlung individuell anzupassen. Gemeinsam schauen wir, welche Faktoren Ihre Beschwerden verstärken könnten und welche Maßnahmen hilfreich sein können.

Unterstützung im Alltag:
Das Reizdarmsyndrom kann den Alltag deutlich beeinträchtigen, zum Beispiel bei der Arbeit, auf Reisen oder in sozialen Situationen. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden besser einzuordnen und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehört auch, mögliche Auslöser zu erkennen und gemeinsam einen Weg zu finden, wie Sie im Alltag besser mit den Beschwerden umgehen können.

Die mikroskopische Kolitis ist eine chronische Entzündung des Dickdarms. Sie verursacht häufig anhaltenden oder immer wiederkehrenden wässrigen Durchfall. Oft kommen Bauchkrämpfe, ein starker Stuhldrang oder allgemeine Erschöpfung hinzu. Das Besondere ist: Von außen oder in der normalen Darmspiegelung wirkt die Darmschleimhaut häufig unauffällig. Die Entzündung lässt sich meist erst durch Gewebeproben sicher nachweisen.

Gezielte Diagnostik:
Wenn über längere Zeit Durchfall besteht und sich keine eindeutige Ursache finden lässt, sollte auch an eine mikroskopische Kolitis gedacht werden. Durch eine genaue Abklärung mit Gewebeproben kann festgestellt werden, ob diese Erkrankung vorliegt. Das ist wichtig, weil sich die Beschwerden sonst leicht mit anderen Darmerkrankungen verwechseln lassen.

Passende Behandlung: 
Nach der Diagnose besprechen wir mit Ihnen die geeignete Behandlung. Ziel ist es, den Durchfall zu lindern, den Darm zu beruhigen und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Gerade bei länger bestehenden Beschwerden ist eine gezielte Therapie oft eine große Erleichterung.

Chronische Lebererkrankungen entwickeln sich oft schleichend und bleiben anfangs manchmal unbemerkt. Häufig fallen sie zunächst durch veränderte Leberwerte im Blut auf. Manche Betroffene verspüren Müdigkeit, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, Juckreiz oder eine allgemeine Leistungsminderung, andere haben zunächst gar keine Beschwerden. Deshalb ist es wichtig, auffällige Befunde sorgfältig abzuklären.

Virale und autoimmune Leberentzündungen:
Zu den chronischen Lebererkrankungen gehören zum Beispiel virale Leberentzündungen oder sogenannte autoimmune Lebererkrankungen. Dabei richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen die Leber und löst dort eine Entzündung aus. Bleibt eine solche Erkrankung unbehandelt, kann die Leber auf Dauer geschädigt werden. Eine frühe Diagnose ist deshalb wichtig, um die passende Therapie einzuleiten und Folgeschäden möglichst zu vermeiden.

Leberzirrhose:
Eine Leberzirrhose ist eine fortgeschrittene Vernarbung der Leber. Sie entsteht, wenn die Leber über längere Zeit immer wieder geschädigt wird. Dadurch kann die Leber ihre Aufgaben nicht mehr so gut erfüllen. Je nach Stadium kann es zu Müdigkeit, Wassereinlagerungen, Gelbfärbung der Haut oder anderen Beschwerden kommen. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Komplikationen möglichst zu vermeiden.

Langfristige Betreuung:
Chronische Lebererkrankungen erfordern meist eine kontinuierliche und gut abgestimmte Betreuung. Wir begleiten Sie bei der Diagnostik, bei Verlaufskontrollen und bei allen Fragen zur weiteren Behandlung. Ziel ist es, die Leberfunktion möglichst lange zu erhalten, Beschwerden zu lindern und Ihre Gesundheit bestmöglich zu unterstützen.